Eltern fürchten sich oft vor dieser Lebensphase Ihres Kindes, da die Zahnung meist begleitet wird von Schmerzen und Quengeln. Stillenden Müttern bereitet das Zahnen besonders Sorgen. Während des Zahnens kaut ein Baby auf allem herum, was es zwischen die Zähne bekommt und da bilden auch Brustwarzen keine Ausnahme. Ein Biss beim Stillen kann eine unangenehme Überraschung sein. Denken Sie aber daran, dass das Zahnen ein normaler Vorgang ist und kein Grund abzustillen.

Wann beginnen Babys zu zahnen?

Es beginnt etwa mit dem sechsten Lebensmonat, jedoch jedes Baby ist anders. Manchmal zeigen sich die ersten Zähnchen schon mit vier Monaten, manchmal auch erst nach einem Jahr. Manche Babys werden sogar schon mit Zähnen geboren. Nachdem die ersten Zähne da sind, brechen nach und nach weitere Zähne durch. Im Alter von 2 1/2 Jahren ist bei den meisten Kindern das Milchzahngebiss mit 20 Zähnchen vollständig.

Zahndiagramm bei Babys

Das Zahndiagramm unten zeigt Ihnen, wann Sie mit den ersten Zähnen rechnen sollten. Es handelt sich dabei aber nur um allgemeine Richtlinien.

ZahnZahndurchbruchZahnwechsel
Untere mittlere Schneidezähne6-10 Monate6-7 Jahre
Obere mittlere Schneidezähne8-12 Monate6-7 Jahre
Untere seitlichen Schneidezähne9-13 Monate7-8 Jahre
Obere seitlichen Schneidzähne10-16 Monate7-8 Jahre
Untere Eckzähne13-19 Monate9-11 Jahre
Obere Eckzähne14-18 Monate9-11 Jahre
Untere vorderen Backenzähne16-22 Monate10-12 Jahre
Obere vorderen Backenzähne17-23 Monate9-12 Jahre
Untere hinteren Backenzähne23-31 Monate10-12 Jahre
Oberer hinteren Backenzähne25-33 Monate10-12 Jahre

Symptome des Zahnens

Wenn Sie Glück haben, sabbert Ihr Baby beim Durchstoßen der Zähne nur etwas. Oft ist das Zahnen begleitet von wundem und gerötetem Zahnfleisch, Gereiztheit und Appetitlosigkeit. Außerdem kauen Babys beim Zahnen gerne auf allen möglichen Gegenständen, um ihre Beschwerden zu lindern. Vielleicht hat Ihr Baby auch eine leicht erhöhte Körpertemperatur, die oft fälschlicherweise als Zahnfieber bezeichnet wird. Das Zahnen allein kann jedoch kein Fieber auslösen. Wenn die Körpertemperatur Ihres Babys 38° C übersteigt hat das eine andere Ursache.

Was beim Zahnen wirklich hilft

Das Zahnen ist ein natürlicher Prozess, der Ihrem Baby jedoch Probleme bereiten kann. Um die Beschwerden Ihres Babys beim Zahnen zu lindern, versuchen Sie es mit diesen einfachen und sicheren Tipps:

Massage. Massieren Sie das Zahnfleisch mit einem sauberen Finger oder einem nassen Tuch oder Waschlappen, in den Sie einen Eiswürfel einschlagen.

Beißring. Geben Sie Ihrem Baby einen Beißring, eine Babyzahnbürste mit Noppen oder einen sicheren Haushaltsgegenstand wie einen Löffel. Kühlen Sie die Beißhilfen für eine verbesserten Effekt im Kühlschrank, jedoch nicht im Gefrierfach, das kann dem Zahnfleisch des Babys schaden.

Zahnungsgel. Ein natürliches, zuckerfreies Zahnungsgel wie Multi-Mam BabyDent trägt zur Linderung von Zahnungsbeschwerden bei und schützt vor Schwellungen. Bewahren Sie es für einen besonders kühlenden Effekt im Kühlschrank auf und tragen Sie es direkt auf einen Schnuller oder Beißring auf, um Beschwerden beim Zahnen zu lindern.

Tipps rund um die Zahnung

Wundern Sie sich nicht, falls die Zahnprobleme Ihres Babys Ihre Stillroutine durcheinanderbringen. Glücklicherweise können diese Beschwerden erleichtert werden, indem Sie lernen, die Anzeichen der Zahnung Ihres Babys zu erkennen und seine Position und das Anlegen anzupassen.

Wenn das Baby gut ansaugt und aktiv beim Stillen mitmacht, kann es nicht gleichzeitig beißen. Stellen Sie dazu zunächst sicher, dass das Baby richtig positioniert ist. Ihre Brustwarze sollte dabei in Richtung des Gaumens Ihres Babys zeigen. Sobald das Baby den Mund weit öffnet, ziehen Sie seinen Unterkörper an sich heran, sodass der Kopf nach hinten zeigt. Wenn das Baby plötzlich unterbricht und den Kiefer anspannt, ist das ein Anzeichen, dass es gleich beißen könnte.

Unterbrechen Sie dann schnell das Anlegen, indem Sie einen Finger in den Mund des Babys legen und es von Ihrer Brust wegziehen.
Denken Sie daran, dass sie dem Baby nie zu viel Liebe zeigen können. Wenn es mal nicht richtig klappt, kuscheln und beruhigen Sie das Baby oder lenken Sie es ab, indem Sie ihm etwas vorsingen oder mit ihm spielen.

Zähneputzen bei Babys – wann sollte ich damit anfangen?

Das Baby hat nun also seine ersten Zähnchen. Was dann? Selbst wenn Ihr Baby erst ein paar Monate alt ist, ist es nie zu früh, mit einer guten Zahnputzroutine anzufangen. Mit einer kleinen, weichen Zahnbürste und Zahnpasta, die speziell auf Babys ausgerichtet ist, können Sie Ihrem Baby zweimal täglich die Zähne putzen. Wenn das Baby sich wehrt oder nicht stillsitzt, versuchen Sie es spielerisch oder putzen Sie sich zur selben Zeit Ihre eigenen Zähne.

Sobald Ihr Baby seine ersten Zähne hat, sollten Sie mit ihm auch einen Zahnarzt/eine Zahnärztin besuchen. Die meisten Expertinnen und Experten empfehlen, mit Ihrem Kind innerhalb der ersten sechs Monate, aber nicht später als zu seinem ersten Geburtstag einen Zahnarzt/eine Zahnärztin zu besuchen.